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Offener Brief and die Bundesregierung

wie bekommen wir Wissensmanagement mit einer erträglichen Informationssicherheit und Informationshoheit über unsere Daten in Zeiten von TEMPORA, PRISM, xKeyscore und Big Data zurück?

Einen Lösungsvorschlag finden sie im "offenen Brief an die Bundesregierung" des aracube e.V. und des manitou4u-Projektteams (ich bin mit beiden Aktivitäten persönlich sehr verbunden).

Stephan Zillich fragt in seinem Kommentar "Wissensmanagement und die unbehaglichen Fragen" zu Recht:
"Warum sagen Sie's nicht selbst?"

Er hat Recht, die Wissensmanagement-Szene in Deutschland und auch die GfWM hält sich hier bisher sehr zurück. Warum ist das so? Warum habe ich den offenen Brief über den aracube e.V. und nicht die GfWM vorangetrieben?

Bei mir hängt dies konkret mit der Reaktion der Wissensmanagement-Community in den letzten 3 Jahren zusammen. Die Themem Sicherheit, Datenschutz und Gefahren durch weltweite Monopole wurden bewusst verdrängt. Mit dem Projekt "manitou4u" weisen wir als aracube e.V. seit inzwischen über 2 Jahren nicht nur auf die Problematik, sondern auch auf konkrete Lösungsstrategien hin.
Leider interessierte das Thema in der Wissensmanagement-Community niemanden, im Gegenteil, ich wurde gerade aus dieser Gruppe meines Netzwerks für die zugrundeliegenden "Bedenken" stark kritisiert und als rückschrittlich angegriffen (auf bekannte Namen verzichte ich :-). Auch für die BITKOM, KnowTech oder die Wissensmanagement-Tage war dieses Thema nicht interessant. Es ging der Community oft hauptsächlich darum, die Unternehmen in die Cloud und zu social Media zu "drängen" und alternative sicherere Ansätze für die Zukunft zu ignorieren und bekannte Kritikpunkte an der schönen heilen Welt zu verdrängen. Vielleicht sehe ich dies ja auch falsch?

Ich habe mich in der GfWM-Arbeit schon oft gefragt, ob Wissensmanager nicht zu opportunistisch sind, um wirklich neue Trends im Wissensmanagement zu erkennen und voran zu treiben ;-)

Wie sehen Ihre/Eure Lösungen für die durch Steffen Zillich angesprochenen  "unbehaglichen Fragen" aus?

Wird sich der Anteil der "likes" für das manitou4u-Projekt :-(auf facebook) seitens der Wissensmanagement Communnity doch noch erhöhen? Es ist zwar (noch) nicht Big Data, was da ausgewertet werden kann, aber schon bezeichnend, dass so wenig bekennende Unterstützer aus dem Wissensmanagement Netzwerk dabei sind. Oder gibt es viel erfolgversprechendere Ansätze?.

Da der "offene Brief" im Wesentlichen eine zusammengefasste Handlungsempfehlung an die Bundesregierung ist, hilft es für das Verständnis, sich die beiden Hintergrund-Beiträge:

und

anzusehen, um zu verstehen, in welche Richtung diese Vision zielt, um mehr persönliche Datensicherheit zu erreichen, trotz mindestens gleichbleibendem Nutzen und Bedienkomfort für ein zukunftsgerichtetes Wissensmanagement (bzw. "Informationsmanagement" ... für die, die die Begriffswelt genau nehmen).

Vielleicht haben Sie Lust, auf Dach-KM (XING-Gruppe) zu diesen beiden Themen (Stefan Zillichs Kommentar und den Vorschlag aus dem offenen Brief) zu diskutieren.

Herzliche Grüße und ich bin auf Ihre Meinungen gespannt.
Dirk Liesch