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Vertrauensvolles Wissensmanagement - wie geht das?

Im Editorial des letzten GfWM-Newsletters (5/2013) bin ich auf das Thema "Vertrauen" eingegangen und habe neben Gedanken und Hinweisen dazu auch einige Fragen aufgeworfen. 

Damit jeder Wissensmanagement-Interessierte sich aktiv mit seiner Meinung und Vorschlägen an diesen Fragen beteiligen kann, habe ich in der DACH-KM Community auf XING zwei Diskussionsthemen eingestellt:

  1. "vertrauensvolles Wissensmanagement" - Diskussion aus technischer Sicht
  2. "vertrauensvolles Wissensmanagement" - Diskussion aus zwischenmenschlicher Sicht

Es wäre schön, wenn sich viele von Ihnen/Euch an diesem Erfahrungsaustausch beteiligen.

Da sich in heutigen Zeiten (nach den E.Snowden Veröffentlichungen) doch grundlegend andere Vertrauensaspekte auf technischer Seite, als auf zwischenmenschlicher (sozialer) Seite ergeben, habe ich mich entschieden, beide Themen für eine bessere Übersichtlichkeit zu trennen.

Hier möchte ich nur ein paar der Fragen aus dem Editorial zum Thema "Vertrauen" anreißen, die z.B. Themen in den beiden Diskussionen sein könnten:

  • Was bedeutet es für unsere Wissensmanagement-Argumentation, wenn die Politik, unsere Regierung und deren Institutionen "Vertrauen" als gesellschaftsbedrohlich einstufen, indem sie jeden Bürger überwachen (wenn auch indirekt über den Umweg NSA)?
  • Sind die Inhalte der E.Snowden - Veröffentlichungen nur ein juristisches Thema, wie einige Wissensmanagement-Meinungsbildner argumentieren, oder ist es zumindest in Bezug auf alle "social media", "cloud" und "mobile" Themen etwas, was uns Wissensmanager berührt?
  • Wie überzeugen Sie Ihre Geschäftsführung die Cloud zu nutzen, wo jeder Beitrag wirklich transparent ist und gegen Verlust zusätzlich auf NSA-Backups gesichert ist?
  • Ist es ein gutes Argument, dass auf dem lokalen Rechner bei wohl allen Betriebssystemen eine offene Hintertür diese Transparenz ebenso herstellt?
  • Ist "Vertrauen", wenn Sie vertrauen, dass niemand gerade irgendwelche Daten auf Ihren Rechner hochladen wird, auch wenn er das könnte?
  • Gehört dieses "Vertrauen" zum Thema "Wissensarbeit" oder "Enterprise 2.0" dazu, oder nicht?
  • Beeinflusst "1984" die berufliche Wissensarbeit und wenn ja, wie?

Warum mir persönlich das Thema so nahe geht? Weil es mich seit 3-4 Jahren intensiv beschäftigt (siehe u.a. "manitou4u"-Projekt, www.manitou4u.com), während einige der Wissensmanagement - Meinungsbildner (auch bei GfWM und BITKOM) nur müde darüber gelächelt haben.

Ich freue mich auf Ihre / Eure Beiträge in den beiden oben verlinkten Diskussionen.

Dirk Liesch