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[WM-Modelle] Experteninterview unseres Vizes

Interview von Simon Dückert (Geschäftsführer von Cogneon und GfWM-Vorstandsmitglied) zu den Modellen von Nonaka/Takeuchi, Probst et al., Siemens und dem Modell seines Unternehmens, das Cogneon-Wissensmanagement-Modell.

Interessant!? Das Wissensmanagement-Modell von Cogneon, meine ich. Das kenn ich doch von irgendwo her. Sie auch? Ach, das ist ja eine minimal angepasste Version des Modells, das wir im Fachteam Wissensmanagement entwickelt haben - das GfWM-Wissensmanagement-Modell.

Darf Cogneon das so einfach benutzen und weiterentwickeln, ohne dabei auf die eigentlichen Urheber des Modells - die GfWM - zu verweisen? Ach ja, das ist in Ordnung. Die Lizenzbestimmungen für das GfWM-WM-Modell wurden ja von einer Open-Content-Lizenz Creative-Commons-Attribution-2.0, bei der der ursprüngliche Urheber genannt werden muss, in eine Public Domain Lizenz ohne Nutzungseinschränkungen umgewandelt (s.aktuelle Version und die Version vom 6. Dezember 2007 der WM-Modell-Seite hier im Portal).

Das wurde mir zumindest vom Verantwortlichen mitgeteilt aber jetzt sehe ich, dass da nur was von Open-Content-Lizenz steht und dass man das Modell unter gleicher Lizenz wieder veröffentlichen muss, wenn man es anwendet und weiterentwickelt. Welche Open-Content-Lizenz? Und wenn die Public Domain gilt, darf man dann das Modell auch nur weiterentwickeln, wenn man die Weiterentwicklung auch unter Public Domain veröffentlicht? Das alles ist sehr verwirrend!

Übrigens, die Änderung der Lizenz geschah, nachdem darauf hingewiesen wurde, das Cogneon die Attribution-2.0-Lizenz, die für das GfWM-Wissensmanagement-Modell galt, bereits mehrmals verletzt hatte - z.B. im Vortrag auf der KnowTech 10/2008. Auf Anfrage verschiedener GfWM-Mitglieder, warum die Lizenz denn von jemandem verletzt wurde, der sie selbst aufgestellt hat, wurden dafür total gegensätzliche Gründe genannt ...

Also wenn ich das GfWM-Wissensmanagement-Modell jemals so minimal wie Cogneon anpassen und verwenden werde, werde ich auf jeden Fall die GfWM als Urheber nennen, egal ob ich das muss oder nicht. Das ist einfach nur fair gegenüber denjenigen, die sich die Arbeit damit gemacht haben.

Schönes Wochenende,
Boris Jäger

Kommentare

Bild von edwin

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Bild von simon.dueckert

Hallo Boris, nachdem Du

Hallo Boris,

nachdem Du jetzt schon mehrmals in öffentlicher und privater Diskussion den oben genannten Verdacht geäußert hast, möchte ich diesen gerne kommentieren und hoffentlich damit auch ausräumen. Den Verdacht nehme ich Dir auch gar nicht übel, denn schließlich kennst Du die Vorgeschichte des GfWM WM-Modells kaum, da Du ja insgesamt nur bei einem Fachteam-Treffen anwesend und somit nicht allzu intensiv in die Erstellung des GfWM Wissensmanagement-Modells involviert warst.

Deswegen im Folgenden ein bisschen Aufklärungsarbeit für Dich: das GfWM Fachteam Wissensmanagement wurde 2006 mit dem Ziel gegründet, eine fachliche Position der GfWM zum Thema Wissensmanagement zu erarbeiten (so steht es in unserer Vision) und die stammtisch-übergreifende Zusammenarbeit zu fördern, indem nach und nach eine gemeinsame "Wissensmanagement-Sprache" durch Modell und Wissenslandkarte entstehen soll. Wie immer, wenn es um freiwillige, unbezahlte Arbeit geht, die darüber hinaus noch am Wochenende zu verrichten ist, sind wir nicht gerade mit Freiwilligen überschwemmt worden. Der wesentliche Input für die Version 1.0 des GfWM Wissensmanagement-Modells kam daher von den Freiwilligen, die für das erste Treffen Ihre Freizeit geopfert haben. Wie Du dem Protokoll entnehmen kannst, waren das Hans-Wiegand Binzer, Eberhard Weyer, Ulrich Schmidt, Anja Flicker und Ich. Wie Du in dem Protokoll auch sehen kannst, habe ich damals eine Version des Cogneon Wissensmanagement-Modells, das wir seit unserer Gründung im Jahre 2001 in vielen Kundenprojekten in unterschiedlichen Varianten verwenden, in Form einer Konzeptkarte in das Fachteam eingebracht.

Wenn also überhaupt ein Urheberrecht verletzt worden ist, dann hat die GfWM das Urheberrecht von Cogneon und den anderen Teilnehmern des 1. Fachteam-Treffens verletzt, oder? Ich für meinen Teil kann nur bekräftigen, dass ich die Nutzungsrechte für die Cogneon-Inhalte gerne der GfWM übertrage, um damit das Thema "professioneller Umgang mit der Ressource Wissen" in Deutschland voranzutreiben und ich denke, die anderen "Urheber" sehen das ähnlich (ich werde sie aber zur Sicherheit noch fragen).

Ich würde mir wünschen, dass wir endlich diese wenig zielführende Diskussion beenden und uns wieder den Sachfragen (z.B. Synergie mit der Wissensbilanz, Synergie mit der BITKOM WM-Prozess-Systematik) widmen könnten. Dort gibt es genug sinnvolle Arbeit zu tun, die unsere Energie und unsere ohnehin knappen Ressourcen benögt.

Mit freundlichen Grüßen
Simon Dückert

Bild von boris.jaeger

Hallo Simon, danke für die

Hallo Simon,

danke für die Aufklärung aber mir ist durchaus bewußt, was du mir da erzählst. Für den uninformierten Leser solltest du vielleicht erwähnen, dass es bisher insgesamt nur vier Treffen gab. Es stimmt, ich war nur bei einem Treffen dabei, das ich bei mir zu Hause organisiert habe, aber zu den anderen Treffen habe ich auch immer inhaltlich konstruktiv, über das Wiki, beigetragen. Einen Vorschlag für ein GfWM-WM-Modell habe ich gemacht und auch zu möglichen Synergien zwischen dem GfWM-WM-Modell, der Wissensbilanz und der BITKOM-WM-Prozesssystematik habe ich mich geäußert.

Abgesehen davon glaube ich, die Änderungen am WM-Modell, die bei dem Treffen bei mir vorgenommen wurden, sind nicht unerheblich. Gerne hätte ich damals noch mehr geändert. Vor allem hätte ich die Wissensbasis über die Organisation hinausgezogen aber trotz überwiegender Zustimmung wurde dies ja nicht realisiert, wie du weißt.

Aber darum geht es nicht! Es geht auch nicht darum, dass die GfWM das Urheberrecht der Mitglieder des GfWM Fachteams WM verletzt. Mit dem Beitritt ins Fachteam der GfWM, war sich wohl jeder bewußt, dass man sein Wissen der GfWM und keinem anderen zur Verfügung stellt, oder? Außerdem werden die Fachteammitglieder ja als Urheber gewürdigt.

Und darum geht es! Die GfWM ist der Urheber des Modells und wie du ja als Fachteamleiter weißt, wurde festgelegt, dass man das Modell, unter der Bedingung der Urhebernennung, kostenfrei nutzen und weiterentwickeln darf. So steht es zumindest auf der GfWM-Homepage, und das auch nicht mehr so eindeutig. Dass mann die Nutzungsbedingungen inzwischen in Gemeinfreiheit (Public domain) geändert hat, wissen sicherlich nur wenige und dass das in Deutschland anscheinend nicht möglich ist, darauf habe ich hier hingewiesen. Also ...

Schönes Wochenende aus dem verregneten Südbaden,
Boris Jäger - "Curiosity is the beginning of all learning!"

Bild von boris.jaeger

Public Domain in Deutschland

Public Domain in Deutschland nicht möglich!?

"Ein Werk ist gemeinfrei (engl. public domain), sofern es keinem Urheberrecht mehr unterliegt. ... In Deutschland wie in Österreich ist ein Totalverzicht auf das Urheberrecht – etwa zugunsten der Allgemeinheit – nicht möglich (dies wird aus § 29 UrhG [D] bzw. § 19 UrhG [Ö] abgeleitet). Daher gibt es dort auch keine Public Domain durch Rechteverzicht wie in den USA, wo auf alle Rechte verzichtet werden kann und das Public-Domain-Werk den gleichen Status wie ein nicht mehr geschütztes Werk besitzt. Es ist allerdings möglich, das Werk unter einem solchen Nutzungsrecht zur Verfügung zu stellen, sodass es von jedermann frei veränderbar ist. " (Quelle: http://lexikon.gulli.com/Gemeinfreiheit)

Das spricht dann wohl eher für eine Creative Commons Lizenz, die auch in Deutschland rechtsverbindlich zu sein scheinen (http://de.creativecommons.org/). Und bei all diesen Lizenzen muss zumindest der ursprüngliche Urheber genannt werden (!!!).

Vielleicht sollte man aber dazu doch noch mal jemanden fragen, der sich damit auskennt.

Grüsse,
Boris Jäger - "Curiosity is the beginning of all learning!"